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Vienna City Marathon, 19. April 2009

...laufend Wien erleben!

 

Startplatz sichern, billiges Flugticket erwischen, Flugzeit von knapp 1:20 Std. (inkl. Tafel Schokolade!) dazu ein super Team, dass mich freitags am Flughafen in Empfang genommen hat.

Das Wochenende kann kommen!

Eingeläutet wurde es noch am gleichen Abend.

Nachdem wir gemeinsam meine Startunterlagen abholten, ging es geradewegs zum Heurigen. Gutes Essen in gemütlicher Atmosphäre mit einem Gespritzten dürfen natürlich nicht fehlen.

Ein Blick in meinen Startbeutel verriet mir, dass hier einige leckere Sachen nachher noch auszupacken sind.

Samstag stand noch etwas shopping auf dem Zettel, Topfenstrudel und Streckenplan begutachten.

Marathontag:

Wir fuhren mit dem Auto zur U-Bahn Haltestelle Kagran, dann eine Station weiter zur alten Donau Richtung UNO-City. Es wurde voller, da nicht nur der Marathon sondern auch Junior- u. Staffelläufe sowie HM starteten. Kalt war es nicht und es sollte ein sonniger Tag so um die 22° C. werden.

Die Stimmung war schon recht gut. Nachdem ich meinen Startblock gefunden hatte wurde es sehr eng. Zum Glück musste ich nicht mehr zu meinen Schuhen runter: Bücken zwecklos!

Um mich herum war so ein Gebrabbel, dass ich den Eindruck hatte, die rund 100 gemeldeten Nationen stehen glatt alle um mich herum.

Dann ging’s los auf der Reichsbrücke mit herrlichem Blick über die Donau, vorbei am Riesenrad/Prater. Entlang des Donaukanals, an dem wir nachher noch 2x waren, kamen wir allmählich Richtung Stephansdom/Wien Mitte. Alte graue Häuserfassaden sind auch immer mal wieder zu sehen.

Auf der Ringstraße, den Stadtpark zur linken, nähern wir uns der Staatsoper, die eine gigantische Kuppel trägt. Dazu Melodien von Mozart. Das hat schon was. Wir biegen ab und hier muß irgendwo der Naschmarkt sein. Langsam nehmen wir Kurs auf Schloß Schönbrunn und auf der Mariahilfer Straße erreichen die Halbmarathonis ihre Zielgerade in Richtung Hofburg. Wir dürfen noch an einigen anderen Sehenswürdigkeiten vorbei, wie das Parlament, Burgtheater, Rathaus und dem Fernwärmewerk, das von Hundertwasser verschönert wurde.

Wieder am Donaukanal angelangt, kommen wir nach weiteren 7 km zum Ernst-Happel-Stadion und einer schönen Allee mit super Beschallung. Riesige Musikboxen waren oben einen Baum nach dem anderen befestigt. Bei „Highway to hell“ und einigen anderen Songs waren 20 Min. schnell erledigt. Da hier ein Wendepunkt war, kamen uns bis km 39 die Läufer entgegen. Wie auch in Hamburg gab es irgendwo auf der Strecke auch mal eine Sambaband. Cool fand ich eine Kuhglocke, die bestimmt nicht so leicht zu schütteln war und mir fällt auch noch eine typisch österreichische Musikkapelle ein, die das ganze abrundete.

Zurück auf der Ringstraße ist das Ziel auf dem Heldenplatz schon zu hören, die Zuschauer geben alles! Auch ich freue mich, diesen Sight-Seeing-Lauf beendet zu haben, vor allen Dingen, als es nach dem Zieleinlauf wieder einen mit diversen leckeren Dingen gefüllten Plastikbeutel gab.

Jetzt musste ich nur noch meinen Kleiderbeutel-LKW finden. Ich machte mich also auf den Weg durch das Getümmel, da hier ein Familienfest im Park stattfand.

Dann ging’s zu den Duschen. Die Bundeswehrzelte konnte ich etwas schneller orten. Ich betrat das Damenzelt und freute mich auf eine angenehme Dusche. Allerdings glich diese eher einem warmen Landregen. Irgendwann wurden auch die Füße nass.

Mit Sack und Pack wurde ich hier wieder abgeholt. Besser hätte alles nicht klappen können.

Der Vienna City Marathon ist auf jeden Fall eine Reise wert, teilweise nicht ganz so ein Spektakel wie in Hamburg. Man sollte sich allerdings etwas mehr Zeit nehmen!

Viele Grüße

Antje

 

Top-Ergebnisse Vienna City Marathon, 19. April 2009

Männer

1. Kirwa Gilbert-Kipruto KEN 02:08:21

2. Debele-Tulu Dereje ETH 02:09:08

3. Maregu Joseph KEN 02:09:25

4. Negewo Degefa-Abebe ETH 02:09:52

5. El-Hachimi Mohamed MAR 02:10:24

6. Chirchir Jafred KEN 02:10:42

7. Fekele Getu ETH 02:11:42

8. Del-Oro Pedro-Nimo ESP 02:12:10

9. Weidlinger Günther AUT 02:12:39

10. Kiptanui Maswai KEN 02:13:25

16. Markus Hohenwarter AUT 2:18:30

 

Frauen

1. Mayr Andrea AUT 02:30:43 – Österreichischer Rekord

2. Gebissa Derbe-Godana ETH 02:31:31

3. Hasso Hayato-Zeineba ETH 02:34:01

4. Mekonnen Tiruwork ETH 02:34:07

5. Kalenarova-Ochal Olga UKR 02:35:25

6. Muthuku Esther KEN 02:39:22

7. Stepanova Lyudmila RUS 02:40:43

8. Daview Mary NZL 02:42:39

9. Lilge-Leutner Carina AUT 02:51:11

10. Molnar Barbara HUN 02:51:20